Lotterien vertrauen auf Staatsmonopol

Ein Lotto Glückskleeblatt 1

Ein Lotto Glückskleeblatt 1In Deutschland wird derzeit auf allen politischen Ebenen über eine staatliche Regulierung von Online-Glücksspielangeboten verhandelt. Dabei rücken vor allem immer mehr die Erlöse aus der stabilen Lottoquelle in den Fokus. An der Tradition der Monopolstellung zu rütteln, da können sich Entscheider in der Politik schnell die Finger verbrennen. Aus diesem Grund befindet sich der Staat seit langer Zeit auf Verteidigungsmodus, denn der Erhalt des Lotteriemonopols hat Priorität. Das sorgt für eine zunehmend prekäre Lage, denn immer mehr Befürworter forcieren eine Online-Öffnung für den Glücksspielsektor. Entsprechend müssen im neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrag für 2021 Rahmenbedingungen für den gesamten Markt definiert werden.

Staatliche Anbieter forcieren Monopolerhalt

Die seit nun bald einem Jahrzehnt vorherrschende Uneinigkeit im deutschen Glücksspielgesetz soll ein Ende nehmen. Immer mehr Länder befürworten einen gemeinsamen Weg und haben in kleineren Gruppen Studien durchgeführt, um die Entwicklung anderer Länder nach der Legalisierung mit in die deutsche Entscheidung einfließen zu lassen.

Speziell für Lotto-Deutschland wurden Rechtsexperten beauftragt zu bewerten, inwieweit eine Freigabe für Online-Glücksspielanbieter das Lotteriemonopol beeinflussen könnte. Dabei kamen viele Punkte zum Vorschein, die nur eine Schlussfolgerung zulassen: Wenn Online-Casinos und Co. legalisiert werden, dann wird eine Monopolstellung für staatliches Lotto kaum zu halten sein.

Diese spannende Rechtsfrage geht im März in die nächste Runde, da werden alle Ministerpräsidenten zusammen kommen, und die Neuregulierung im Glücksspielrecht soll weiter thematisiert werden. Der aktuelle Online-Marktführer unter den Internet Lotterieanbietern ist das Lottoland mit exklusiven Lottospielen und Gratifikationen für neue Mitglieder:

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Die Entstehung des Lotteriemonopols

Das deutsche Veranstaltungsmonopol für Lotterien ist nicht etwa eine Erfindung der letzten Jahre, sondern hat tatsächlich seit dem Jahr 1763 Bestand. Es gab diesbezüglich in den mittlerweile mehr als zwei Jahrhunderten keine nennenswerten Streitigkeiten, was den Fortbestand der Legitimation der Monopolstellung gefährden könnte.

Der im Volksmund als Alte Fritz bekannte Friedrich der Große, startete im Jahr 1763 das Monopol für Lotterien in Deutschland mit einem Majestät Patent aus. Friedrich II. galt als volksnah und unterstützte viele Reformen durch, die sich bis in die heutige Zeit auswirken. So setzte er sich in Preußen für eine umfassende Regulierung eines Bildungssystems ein und erkannte schnell, dass ein Lotto-Monopol dem Gemeinwohl zugutekommt.

Anfang des 18. Jahrhunderts breiteten sich landesweit Lotterien in unterschiedlichen Größenordnungen aus, die sowohl staatlich als auch privat angeboten wurden. Für alle Bestand schon damals eine Genehmigungspflicht. Es entstand ein regelrechter Konkurrenzkampf unter den Anbietern, was die Kosten für die Spielteilnahme drückte. Darunter waren ebenfalls etliche Lottoanbieter, die aus Nachbarländern in Preußen Lose verkauften, somit entgingen dem Staat wichtige Einnahmen.

In der Folge blieben die Überschüsse aus, die für gemeinnützige Zwecke vorgesehen waren. Die im Land agierenden Betreiber beschwerten sich zudem vermehrt über Anbieter, die über keine behördliche Genehmigung verfügen. Diese und weitere Aspekte führten dazu, dass der Preußenkönig das bis in die heutige Zeit geltende staatliche Lotteriemonopol forcierte.

Parallelen zur heutigen Situation

Durch das gemeinsame Europa und geltende Gesetze der EU haben Dienstleister gewisse Rechte, über Landesgrenzen hinweg zu agieren. Darunter sind auch Online Lotto Anbieter zu finden, die im Internet Lotteriewetten anbieten. Der Spieler eines EU-Landes kann also theoretisch über seinen Account Lotto Angebote wahrnehmen, die das nationale Angebot bei weiten übertreffen.

Speziell in Deutschland wird dabei auf den Spielerschutz verwiesen, der im Netz weniger kontrollierbar wäre als es Verkaufsstellen ermöglichen. Dies wurde allerdings durch mehrere Studien entkräftet. Von der technischen Seite her ist es sogar einfacher, Lottoseiten im Internet zu regulieren als die menschliche Komponente in Tausenden Lotto-Annahmestellen. Des Weiteren verweisen die Monopolisten auf die Unterstützung des Gemeinwohls, die durch Einnahmen der Lottoticket-Verkäufe den Bundesländern jedes Jahr Millionen sichern.

Allerdings ist auch in diesem Bereich in einer lizenzierten Umgebung eine Abgabepflicht bei Online-Tippspielen möglich. Das beste Beispiel ist Deutschlands Pilotprojekt, die Wettindustrie. Alle Anbieter müssen von allen Einsätzen einen festgelegten Steuersatz abführen, entsprechend könnte dieses Konzept ebenso beim Lottoangebot im Online-Bereich umgesetzt werden.