Ehegatte von Lottoladen-Besitzerin spielt und gewinnt

Ein Lotto Glückskleeblatt 1

Ein Lotto Glückskleeblatt 1Wie auch im Fußballgeschäft beteiligte Spieler und Funktionäre nicht wetten dürfen, so ist es in Deutschland den Mitarbeitern an Lotto-Annahmestellen ebenfalls untersagt, zu spielen. Das klingt unvorstellbar, schlussendlich findet jede Ziehung unter notarieller Aufsicht statt und dennoch besteht diese Regelung. Das bekam nun ein 71-jähriger Frankfurter zu spüren, der gelegentlich im Lottoladen seiner Gemahlin aushilft. Im Laufe des Novembers platzierte er wie üblich auf deutsches Lotto und die europäische Lotterie Systemscheine. Das Glück war auf seiner Seite, denn mit sechs korrekt angekreuzten Zahlen auf dem Tippzettel bestand im Rahmen seiner virtuellen Tippgemeinschaft ein Gewinnanspruch auf einen Anteil von 3,2 Millionen Euro. Am Ende wurde allerdings nur der Einsatz erstattet.

Besitzer und Angestellte dürfen nicht tippen

Oftmals entgeht einem Lottospieler ein Gewinn, da schlichtweg verpasst wird, das Ziehungsergebnis mit den einzelnen Zahlen auf dem eigenen Spielschein zu vergleichen. Das passiert einen im Lottoladen angestellten Tippspieler sicherlich nicht. Schließlich sind die Resultate der aktuellen Auslosungen omnipräsent. Allerdings besteht die Regelung, dass aufgrund des Spielerschutzes die Teilnahme an Lottospielen im eigenen Geschäft untersagt ist.

Der hessische „fast“ Lotto-Gewinner im Seniorenalter dürfte also unter unvorstellbaren Stimmungsschwankungen leiden. Allein die geringe Wahrscheinlichkeit von 1 zu über 140 Millionen, einen Glückstreffer zu landen, ist stimmungsmäßig kaum zu überbieten. Wer nach dem Jubelsturm die Mitteilung erhält, aufgrund einer Verbindung zur Verkaufsstelle, sich vom Gewinn disqualifiziert zu haben, ist wahrlich zu bedauern.

Wo können Angestellte von einem Lottoladen überhaupt ihr Glück versuchen? Im Grunde genommen ist es auf dem offline und online Lottomarkt überall möglich, außer in der eigenen Lotto-Annahmestelle, da aufgrund eines Angestelltenverhältnisses jedweder Gewinn aus Lotterien für ungültig erklärt wird. Eine weitere Möglichkeit sind Zweitlotterien, die bei Anbietern mit EU-Lizenzen, wie dem Lottoland, verfügbar sind. Bei uns gibt es für jeden Neukunden eine Lottoland Sonderprämie:

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Einer von 201 hessischen Jackpot-Gewinner geht leer aus

Wie unsere Redaktion bereits veröffentlichte, landete eine digitale Tippgemeinschaft aus Hessen, den größten Lotto-Coup des Jahres unter den Spielgruppen. Dabei beteiligten sich insgesamt 201 Spieler an einem Vollsystem, dass letzten Endes die richtigen sechs Gewinnzahlen hervorbrachte.

Die System-Chance nutzen immer mehr Glücksjäger, da die Wahrscheinlichkeit, einen Treffer zu landen, deutlich größer ist, als es Einzelspielern gelingt, einen Gewinn zu erzielen. Es sind zwar auch einzelne Systemspieler am Werk, allerdings steigen die Kosten enorm an, je mehr Zahlen in ein Lottosystem eingebunden werden.

Im vorliegenden Fall hatte der Herr Henning drei Losanteile erworben. Aufgeteilt auf alle Spielteilnehmer war ein Anteil der 3,2 Millionen Euro ungefähr 7.500 Euro wert, somit hätte der Frankfurter Tipper immerhin einen Gewinn von gut 23.000 Euro verbuchen können. Laut eigener Aussage nimmt er es gelassen und wird weiter Lotto spielen und dabei in Zukunft in einer anderen Verkaufsstelle tippen.

Die Meinung der hessischen Lotteriezentrale

Selbstverständlich bedauert der Lottogesellschaft im Bundesland Hessen den Vorfall. Der unglückliche Glückspilz wurde darüber schriftlich in Kenntnis gesetzt und darüber informiert, dass sowohl Besitzer als auch Mitarbeiter in den eigenen Lotterie-Annahmestellen nicht an Lottospielen teilnehmen dürfen. Diese Richtlinie wird bei Schulungen immer wieder betont und ist vertraglich für alle Lottoläden bindend.

Das gilt bundesweit und ist ein wesentlicher Bestandteil des aktuellen Glücksspielstaatsvertrags. Dadurch wird dem Personal und ebenfalls den Inhabern ein Riegel vorgeschoben, unkontrolliert spielen zu können. Klar, keiner kann verhindern, dass in anderen Verkaufsstellen eifrig getippt wird, allerdings ist die Hemmschwelle bedeutend höher als im eigenen Laden.

In Anbetracht des Spielverbots im eigenen Lotto-Kiosk, bleibt dennoch festzuhalten, dass der Tipper laut eigener Schätzung bereits weit mehr als 4.000-mal im Geschäft seiner Frau gespielt hat. Dabei kam es ebenfalls hin und wieder zu kleineren Auszahlungen in den unteren Gewinnklassen. Scheinbar ist das bis dato niemanden aufgefallen. Die Lotto Zentrale prüft die Details ausschließlich detailliert bei größeren Gewinnsummen.