Was passiert mit einem Lottogewinn bei einer Scheidung?

Ein Lottogewinn ist der Traum eines jeden Menschen im Laufe seines Lebens. Aber er ist eben nicht allen vergönnt. Sicherlich macht Geld allein nicht glücklich, aber wie sagt ein Sprichwort, es beruhigt. Bevor man gewinnt malt man(n) sich in den schönsten Träumen aus, was man mit dem Geld macht. Ja, und dann ist es auf einmal soweit. Der Lottogewinn ist da. Das Glücksgefühl ist groß.

Gefühl und Geld teilt man während einer Ehe gern mit seinem Partner und Familie. Da denkt man nicht darüber nach. Was aber passiert nach einer Scheidung mit den Millionen. Leider sind ja dann auch Partner und deren Familien zerstritten. Da soll nun auch noch Geld fließen? Schon der Gedanke allein lässt großen Unmut aufkommen.

Aber was sagt der Gesetzgeber dazu?

Was passiert bei einer Scheidung mit einem Lottogewinn?

Sicherlich wenn Sie es ganz genau nehmen, steht demjenigen das Geld zu der gespielt und Geld eingesetzt hat. Aber sind wir doch mal ehrlich. Ist es eine gute und einvernehmliche Ehe dann werden beide nicht darüber nachdenken! Es gehört einfach Beiden. Sollte Sie aber in Scheidung liegen dann sieht das schonmal ganz anders aus. Das gilt auch in dem Falle, wenn Sie schon getrennt leben aber noch nicht geschieden sind. Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer, die Gütertrennung. Jeder Partner ist hier für sich allein verantwortlich hinsichtlich des Geldes. Sollten Sie bei Ihrer Hochzeit notariell eine Gütertrennung vereinbar haben, dann müssen Sie auch nicht teilen.

Gewinne und auch Einnahmen stehen dem Lottospieler allein zu. Das Geld gehört allein der Partei die gespielt und gewonnen hat. Aber bitte beachten Sie, dass der Vertrag der Gütertrennung von einem Notar abgesegnet sein muss.

Was passiert, wenn keine Gütertrennung vereinbart wurde?

Dann leben Sie während der Ehe in eine Art Zugewinngemeinschaft nach dem Motto, “Was dein ist, ist auch mein“. Dann sieht die ganze Sache schon wieder anders aus. Hier hat der Partner auf jeden Fall mit einen Anspruch auf den Lottogewinn.
Da haben sie schlechte Karten. Jedes Gericht würde Ihrem Partner seinen Teil am Gewinn zusprechen. Die Geldsumme wird einfach dem erwirtschafteten Vermögen hinzugerechnet. Einen Pluspunkt gibt es aber dennoch, die Zinsen werden nicht bei dem Zugewinn angerechnet.
Auch Ihre Kinder haben durch den Lottogewinn einen Nutzen.

Interessanter Beitrag vom Frühstücksfernsehen über einen unglücklichen Lottogewinner


Die noch unterhaltspflichtigen Kinder sind davon positiv betroffen. Bei der Berechnung des Unterhalts wird dann auch der Gewinn hinzugerechnet. Der monatliche Unterhalt fällt dementsprechend höher aus. Ausgenommen sind aber Unterhaltszahlungen an die Ehefrau / Ehemann. Diese bleiben gleich.

Sollten Sie aber erst im bereits bestehenden Trennungsjahr anfangen mit Lottospielen, dann müssen Sie vor dem Schaden klug sein! Man rechnet ja nicht damit, aber plötzlich ist er da, der Lottogewinn. Experten raten bereits im Trennungsjahr den Gewinnausgleich zu zahlen. Dann ist der evtl. folgende Lottogewinn nicht betroffen. Dieser wird so nicht mehr dem Zugewinn hinzugerechnet, denn Sie haben Ihren Partner/Partnerin ja bereits ausgezahlt.

Wir alle wissen, bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Wenn man dann als Partner noch zerstritten ist und im schlimmsten Falle um die Kinder streitet, dann wird keiner so einfach nachgeben und so mal einfach “freiwillig” Geld zahlen.
Leider ist das so. Und im Endeffekt sind immer die Kinder die Leidtragenden, leider.